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Voraussetzungen zum Ballonfahren

Voraussetzung zum Ballonfahren

Dieser Beitrag beschreibt, welche Voraussetzungen zum Ballonfahren du als Fahrgast in einem Heißluftballon beachten musst. Dadurch kannst du Fehler schon vor Fahrtbeginn vermeiden und du wirst eine sichere und unvergessliche Ballonfahrt erleben.

 

Allgemeine Voraussetzungen zum Ballonfahren

Egal ob jung oder alt, Ballonfahren ist für jeden etwas und statistisch gesehen sogar die sicherste Art der Fortbewegung. Im Korb wird es keinem Fahrgast schwindlig oder schlecht. Höhenangst tritt nicht auf. (siehe Ballonfahren ohne Höhenangst) Ballonfahren gleicht einer sportlichen Betätigung und setzt eine gute Konstitution und körperliche Fitness der Passagiere voraus. Deinem Einverständnis vorausgesetzt wird Dich der Ballonführer beim Auf- und Abbau des Ballons aktiv beteiligen.

 

Unbedingt beachten:

  • Kinder

Kinder die kleiner als 1,30 m sind, können nicht über den Korbrand gucken und müssen daher die Zeit noch abwarten, bis sie freie Sicht aus dem Korb haben.

  • Krankheit

Eine Voraussetzung zum Ballonfahren isteine  gute Gesundheitliche Verfassung. Herz-, Kreislauf-, Lungen- und Gelenkkranke, frisch Operierte sowie Schwangere sollten vor der Fahrt Ihren Arzt fragen.

  • Übergewicht

Der Ballonführer führt vor dem Start eine Tragkraftberechnung für seinen Ballon durch und die Tragkraft ist begrenzt. Aus diesem Grunde sollten Personen mit einem Gewicht über 100kg, Rücksprache nehmen und abklären ob die Mitnahme möglich ist.

 

  • Rauchen 

Es wird mit Propangas geheizt, deshalb ist Rauchverbot im Korb und im Umkreis von 10m von Korb, Hänger und Hülle.

  • Kleidung

Kleidung wie auf einer Wanderung zur gleichen Jahreszeit. Oberbekleidung aus Baumwolle hat sich bewährt. Es ist im Korb auch in großer Höhe nicht Kälter als auf der Erde. Lange Hosen; bei der Landung kann es auch schon mal Brennnessel oder anderes stechendes Gestrüpp geben. Festes Schuhwerk (Wanderschuhe), das auch die Knöchel schützt. Schuhe mit hohen Absätzen sind nicht geeignet.

  • Kopfbedeckung

Eine geeignete Kopfbedeckung ist von Vorteil. Unterhalb des Brenners wird es schon mal richtig heiß und wenn das natürliche Kopfhaar schon Abschied genommen hat, kann es ungemütlich werden.

  • Alkohol

Alkoholgenuss ist keine Voraussetzung zum Ballonfahren. Desshalb vor und während der Fahrt kein Alkohol.

  • Foto-und Filmkamera

Foto-, Film- und Videogeräte dürfen mitgenommen werden. Bei Mitnahme ist der Fahrgast jedoch selbst für die stoßsichere Verwahrung während der Fahrt und insbesondere bei der Landung verantwortlich.

  • Scharfe Gegenstände

Glas, spitze und scharfe Gegenstände dürfen nicht mit an Bord genommen werden.

 

Thermik: Gut für den Segelflieger – schlecht für Ballonfahrer!

Solltest Du Dich wundern, warum Deine Ballonfahrt so früh (im Sommer u. U. schon um 04:30 Uhr) oder so spät am Tage geplant ist, liegt das nicht an uns, sondern wird vielmehr von der Natur bestimmt. In den Monaten März bis Oktober kann gefahrlos nur von Sonnenaufgang bis ca. 2 Stunden danach und von ca. 2 Stunden vor Sonnenuntergang bis zum Sonnenuntergang Ballon gefahren werden, denn die tagsüber herrschende Thermik stellt eine Gefahr für die Hülle eines Heissluftballones dar.

Thermikaufwinde werden allerdings von Segelfliegern gesucht um weiter und höher fliegen zu können.

In den Monaten November bis Februar ist die Kraft der Sonne so geschwächt, dass Thermik so gut wie nicht auftritt. Aus diesem Grunde kann in dieser Zeit ganztägig gefahren werden. So wird diese Zeit auch genutzt um bei einer entsprechenden Windrichtung eine Alpenüberquerung zu unternehmen.

 

Wetter und Sicherheit

Wetterbedingung zum BallonfahrenBallonfahrten werden nur bei sicherer und stabiler Wetterlage durchgeführt. Deine Sicherheit und Gesundheit genießen oberste Priorität!!! Die sichere Durchführung einer Ballonfahrt setzt nicht nur am Start eine stabile Wetterlage voraus, sondern verlangt diese Stabilität vielmehr für die gesamte Veranstaltungsdauer. Um keine negativen, die Sicherheit beeinflussenden Überraschungen zu erleben, erfolgt der Start nicht bei, oder bei Vorhersehbarkeit, folgender Ereignisse:

  • Regen und durch Regen aufgeweichte Bodenverhältnisse
  • Dunkelheit, Nebel, Dunst, schlechte Sicht Gewitter und Gewitterwarnungen, selbst wenn diese nicht eintreffen (hinterher ist man immer schlauer!)
  • Bodenwindgeschwindigkeiten über 8 Knoten (ca. 15 km/h) sowie bei Windstille
  • Außentemperaturen über 30° C

 

 

Ablauf Deiner Ballonfahrt

Das Aufrüsten, der Aufbau des Ballons

Der komplette Ballon wird meist in einem Anhänger hinter einem Geländewagen oder Kleinbus transportiert. Nach der Ankunft am Startplatz und dem Ausladen werden der Korb, die Ballonhülle und der Brenner miteinander verbunden.

Im Ballonkorb ist Platz für die Gasflaschen und das nötige Equipment für den Piloten: Funkgerät, Landkarten, GPS-Navigationsgerät, Höhenmesser und vorgeschriebene Ausstattung wie Feuerlöscher und Verbandkasten. Nachdem der Brenner auf dem Korb befestigt wurde und die Brennerfunktionsprobe bestätigt, dass das System funktionsfähig ist, wird der Ballonkorb auf die Seite gelegt und die Ballonhülle daran befestigt. Mehrere Stahlseile, die mit Karabinern am Brennerrahmen eingehängt werden, tragen später den Ballonkorb.

Nun ist es wichtig, dass die Ballonhülle in Richtung des Windes ausgelegt wird, und somit ein ruhiges Aufblasen durchgeführt werden kann. Mittels eines Aufrüstgebläses wird die Kaltluft in die noch am Boden liegende Hülle geblasen. Am oberen Ende des Ballons wird der Parachute geschlossen. Dieser dient zum Ablassen der heißen Luft insbesondere zur Landung und wird durch Seilzüge aus dem Ballonkorb heraus bedient.

Nach gut einer Viertelstunde ist die Hülle soweit gefüllt, dass mit dem Brenner die Luft erhitzt werden kann. Dabei muss der Pilot aufpassen, die schmale Öffnung des Ballons nicht zu verbrennen. Langsam hebt sich die Ballonhülle und der Ballonkorb stellt sich automatisch auf. Jetzt ist der Moment gekommen, wo es für die Passagiere gilt zügig einzusteigen, denn der Start zum Abenteuer beginnt jetzt.

 

Die Ballonfahrt

Die Fahrt  beginnt und der Ballon hebt ab. Durch Intervallmäßiges Heizen mit dem Brenner kontrolliert der Pilot Steigen und Sinken des Ballons. Die Richtung bestimmt alleine der Wind.

Allerdings ist auch zu viel Wind der Feind des Piloten. Aus diesem Grunde hat er sich ausreichend bei den zuständigen Flugwetterberatungen einen genauen Wetterbericht eingeholt. Trotzdem gilt auch hier die persönliche Situation vor Ort ist letztendlich entscheidend.  Es kann Ihnen deshalb passieren, dass eine Ballonfahrt auch noch kurz vor dem Start abgesagt werden muss.

Durch das Aufsuchen verschiedener Höhen in denen unterschiedliche Windrichtungen vorherrschen können, versucht der Pilot nun auch seine Fahrtrichtung entsprechend zu beeinflussen. Eine Ballonfahrt dauert meist zwischen 60 und 90 Minuten. Während der Fahrt beobachtet der Pilot den Gasvorrat und hält Ausschau nach einem möglichen Landegelände.

 

Die Landung

Vor Erreichen einer geeigneten Landefläche lässt der Pilot den Ballon langsam fallen und setzt den Ballon wieder auf den Boden ab. Um die Sinkgeschwindigkeit gering zu halten, muss auch während des Sinkvorganges genau dosiert geheizt werden. Dies erreicht der Pilot dadurch, dass er kurze Brennerstöße in einem kurzen Intervall ausführt.

Sehr oft hört man dann von ankommenden Passanten: „Der hat ganz schön geheizt, hat es aber wohl nicht mehr geschafft“. Hin und wieder liest man dann in einer Zeitung etwas von einer „Notlandung mit dem Heißluftballon“.

Die Passagiere können nun nach erfolgter Landung und Aufforderung des Piloten wieder aussteigen. Der Verfolger mit dem Verfolgerfahrzeug und Anhänger wird per Funkgerät oder über Handy über den Landeort informiert.

Das gemeinsame Verpacken des kompletten Ballons beginnt und wieder dürfen alle mit anpacken. Zunächst wird die Ballonhülle in den Hüllensack gestopft, dann wird der Ballonkorb abgebaut, und der komplette Ballon wieder im Anhänger verstaut.

 

Die Ballonfahrertaufe

Nach dem Abbau des Ballons wirst Du, wenn Du zum ersten Mal mit dem Ballon den Himmel erobert hast, entsprechend der alten Ballonfahrertradition getauft und in den „Adelsstand der Ballonfahrer“ erhoben. Getauft wird mit Feuer und Sekt. Überwiegend wird allerdings von Ballonen mit Bierwerbung Sekt durch Bier ersetzt. Erstfahrer lassen diese harmlose und spaßige Prozedur mit Humor über sich ergehen.

Eine Taufurkunde mit einem ganz persönlichen Adelstitel wird Ihnen anschließend vom Piloten als Erinnerung an dieses unvergessliche Erlebnis überreicht.

 

Die Rückfahrt

Das freundliche Bodenpersonal, der sogenannte „Verfolger“ begleitet den Ballon mit dem Verfolgerfahrzeug und steht in ständigen Funkkontakt mit dem Piloten. Somit ist auch der sichere Rücktransport der Passagiere zum Startplatz jederzeit gewährleistet.

Im Übrigen bestehen keine Einwände wenn Ihre Angehörigen mit Ihrem eigenen Fahrzeug dem Verfolgerfahrzeug hinterher fahren. Dabei können Sie sehr oft auch eine Landung eines Ballons auf  Foto oder Video festhalten. Fotos  und Videos aus dem Ballonkorb heraus sind problemlos und sehr beliebt. Allerdings ist der Passagier für die sichere Aufbewahrung vor allem bei der Landung selbst verantwortlich.

Ballonverfolger

Die Ballonverfolger

Geschichte der Ballonverfolger

Keine Ballonfahrt ohne Ballonverfolger. Nach der ersten Heißluft- und Gasballonfahrt in der Geschichte der Luft- und Raumfahrt im Jahre 1783 wurden ausschließlich Ballonfahrten mit Gasballonen durchgeführt. Bei den mit Wasserstoff gefüllten Gasballonen waren zu dieser Zeit sichere, längere und weitere Ballonfahrten möglich.

Verfolgerfahrzeug Leiterwagen

Cartoon von Steffen Kuche

Die ersten Informationen über Rücktransporte der Ballone nach den Ballonfahrten beinhalten, dass für den Transport vom Landeort Pferdefuhrwerke eingesetzt wurden. Pferdefuhrwerke auch bis zur nächstgelegenen Bahnstation. Deshalb waren die Ballonfahrer mitunter tagelang unterwegs.

In Deutschland wurden in den Jahren von 1902 – 1939 ca. 100 Gasballone bei mehr als 1000 Fahrten pro Jahr eingesetzt.

Seit ca. 1969 starteten Heißluftballonfahrten in Deutschland, die in der Anzahl schnell zunahmen.

 

Aufrüsten und starten, der Beginn eines Abenteuers

Verfolgerfahrzeug mit Anhänger beim BallonstartDer Ballonführer ist ohne eine „Bodenmannschaft“ hilflos. Die Mannschaft die beim Aufrüsten des Ballons tatkräftig „anpacken“ muss, damit er sicher starten und seine Luftreise beginnen kann.

Nach erfolgtem Start des Ballons fährt die Bodenmannschaft hinter dem Luftfahrtgerät her. Sie hält Funkverbindung zum Ballonführer und ist erleichtert, wenn zusätzlich ein Blickkontakt zum Ballon am Himmel besteht.

 

Die Ballonverfolgung

Die „Bodenmannschaft“ werden liebevoll auch „Erdferkel“ genannt. Sie ist am Startplatz, bei der Verfolgung und am Landeort unverzichtbar. Das „Bergen“ und „Verpacken“ des Luftfahrtgerätes ist von großer Bedeutung und Verantwortung. So wird der Rücktransport schadlos überstanden. Die nächste Fahrt kann problemlos lufttüchtig beginnen.

Zwischen dem Aufrüsten und dem Abrüsten ist von der Bodenmannschaft der schwierigste Teil zu absolvieren. Die Verfolgung des Ballons bis zum Landeort.

Während der Ballonpilot mit seinen Passagieren die Fahrt genießt, suchen die Verfolger den Himmel nach ihrem Ballon ab. Sie sind mit Fahrzeug und Anhänger dem Ballon auf den „Fersen“. Sie wollen bei der Landung möglichst dabei sein. Für den suchenden Verfolger wird der Ballon manchmal zur „Stecknadel im Heuhaufen“ .

Der Kontakt zum Ballon

Ballonverfolger achtet auf die Startfessel

Cartoon von Steffen Kuche

Der Kontakt zwischen dem Verfolger/Fahrzeug und dem Piloten/Ballon besteht über die in der Luft und am Boden mitgeführten leistungsfähigen Flugfunkgeräten, auf einer speziell für die Ballonfahrt zugelassenen Funkfrequenz (122,25 MHz).

Das Verfolgen von Heissluftballonen dauert durchschnittlich zwei bis vier Stunden. Bei Gasballonen beträgt die Dauer meist mehr als sechs Stunden. Sie führt meist über viele Kilometer, je nach Wind- und Fahrtgeschwindigkeit. Besonders schwierig wird die Situation in Bergen, schwierigen Hindernissen und nach Sonnenuntergang in der Nacht.

Verfolgerfahrten fordern oft von der Bodencrew und dem Fahrzeug eine maximale Belastung ab.

Teilweise macht die Entfernung oder das Gelände zwischen Verfolgerfahrzeug und Ballon eine Funkverbindung nicht mehr möglich. In der heutigen Zeit wird deshalb sehr gerne vom Handy Gebrauch gemacht.

Für das Verfolgerteam ist es immer ein Erfolgserlebnis, den gelandeten Ballon erreicht zu haben. Für den Piloten und die Korbbesatzung ist es eine Freude, gefunden zu werden. Gemeinsam erfolgt jetzt das Zusammenlegen und Verpacken des Ballons.

Ballonverfolger gesucht.

Helfer und Mitarbeiter werden gesucht. Bei Interesse melden Sie sich jetzt hier oder rufen Sie einfach an.

Anrede

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Geschichte der Ballonfahrt

Die Geschichte der Ballonfahrt

Die Geschicht der Ballonfahrt beginnt im Jahre 1783. Seit undenklichen Zeiten

Ballonfahrt_Geschichte

Gebrüder Montgolfier

beschäftigen sich Mythos, Legenden und die Phantasie – aber auch ernsthafter Forscherdrang mit dem Wunsch des Menschen, sich in die Lüfte erheben zu können. Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Daidalos und Ikarus (16.Jahrhundert), als sie versuchten mit Flügeln – aus mit Fäden und Wachs verbundenen Vogelfedern – aus der Gefangenschaft auf Kreta zu entfliehen.

Wirklichkeit wurde dieser Traum erst viel später. Die wissenschaftlichen Grundlagen der Ballonfahrt – das Gesetz des Auftriebs – lieferten die Forschungen von Archimedes (285-212 v.Ch.).

Der Beginn in den Jahren 1782-1783

Doch eigentlich begann die Geschichte der Ballonfahrt erst so richtig im Jahre 1782/83 mit den Gebrüdern Michel- Joseph und Étienne-Jaques Montgolfièr, Papierfabrikanten aus Annonay im Süden Frankreichs. Die beiden Brüder waren schon lange, angeregt durch im Kamin aufsteigende Seiden- und Papierreste, von dem Gedanken besessen, der Erde zu entschweben und zu fliegen.

Aber es ist eher einem Zufall zu verdanken, dass das Heißluftprinzip entdeckt worden ist. Denn im Jahre 1782, Michel-Joseph Montgolfièr weilte gerade in der Gaststube einer Herberge, beobachtete dieser wie sich der Taftrock der Wirtin gewaltig aufbauschte, als diese dem Kochfeuer zu nahe trat. Er glaubt, nun endlich die Lösung des Problems gefunden zu haben.

Nach mehreren Experimenten (man nahm damals noch an, der Rauch sei für die Entwicklung

Start des ersten Heissluftballons im Jahre 1783

Der erste Ballonstart 1783

der Tragkraft verantwortlich) bauten die Gebrüder Montgolfièr am 05.Juni 1783 auf dem Marktplatz Ihrer Heimatstadt Annonay vor vielen Schaulustigen Ihren aus papierumhüllten Leinensegmenten gefertigten Ballon (die “Aerostatische Maschine” hatte ein Hüllenvolumen von 500 Kubikmetern und einen Durchmesser von 30 Metern) zwischen zwei hohen Holzmasten auf.

Die anwesende Menschenmenge erlebte an diesem Tag gegen 12.00 Uhr mittags die erste Ballonfahrt (ohne Menschen an Bord). Der Ballon stieg auf 1800m hoch in die Lüfte. Dieses geglückte Experiment sprach sich schnell herum und so wurden die Brüder Montgolfièr an die Königliche Akademie der Wissenschaften in Paris gerufen. Hier wurde eine Kommission gebildet, welche die Experimente fortführen und weiterentwickeln sollte.

Die Entdeckung des Volimen-Temperatur-Gesetzes

Unabhängig von dieser Kommission erhielt der Physikprofessor Jacques Alexandre César Charles ebenfalls den Auftrag, die neue Erfindung zu prüfen und einen eigenen Ballon zu konstruieren. Professor Charles entdeckte dabei das Volumen-Temperatur-Gesetz der Gase. aso begann die Geschichte der Ballonfahrt für denGasballon. Am 27.August 1783 gelang es Ihm und seinen Mitarbeitern, den Gebrüdern Robert, die mit Wasserstoff gefüllte Kugel “Globe” auf eine beachtliche Höhe von über 1000 Metern steigen zu lassen.

Die Phantasie der Menschen eilte dem Streben nach Fortschritt weit voraus und man sah sich bereits im Ballon weite Reiseziele erreichen, die Ferne schien jetzt nah. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das nächste Ziel eine “bemannte Ballonfahrt” sein musste. Da man zunächst jedoch noch große Angst vor der Höhe hatte, sich nicht sicher war, ob eine Mensch “da oben” überhaupt atmen konnte oder den atmosphärischen Druck aushielt, beschloss man einen Versuch mit Tieren zu wagen.

Und damit bildeten ein Hahn, eine Ente und ein Hammel das erste Ballonteam auf der Welt. Am 19.September 1783 starteten unter stürmischen Beifall und Jubelrufen Tausender im Schlossgarten von Versailles als besondere Attraktion zu Ehren des Königs, die erste “bemannte / tierische Ballonfahrt”. Die Fahrt ging über 8 Minuten und 2 km.

Die ersten Ballonfahrer

Nun beschloss man, Strafgefangene die zum Tode verurteilt waren, in die Luft zu schicken. Doch soweit kam es nicht, denn der Physiker Pilâtre de Rozier legte dem König nahe, dass sich keine normalen Menschen über die Adligkeit erheben dürfen. Somit kam es, dass dieser schlaue Mann, Pilâtre de Rozier, am 15.Oktober 1783 als der erste luftfahrende Mensch in einem “Montgolfière” (die Bezeichnung Ballon kam erst später) in die Geschichte einging.

Der erste Heissluftballon

Montgolfiere

Seitdem war es auch nur dem Adel vorbehalten, Ballon zu fahren. Heute werden daher alle Erstgefahrenen in den Stand des Adels erhoben (“Ballonfahrertaufe”). Aus dieser Zeit stammen auch noch die Begriffe der Luftfahrt. So erklärt sich auch das “Fahren” der Ballone ganz einfach. Die Gebrüder Montgolfièr reisten ebenso wie die Segelschiffe mit dem Wind. Die Heißluftballone “befuhren” das Luftmeer.

Auch die der Seefahrt abgeleiteten Begriffe wie Luftfahrt, Flughafen, Steward, Flugkapitän und einige mehr stammen aus dieser Zeit.

Der französische Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier, zusammen mit dem Gardeoffizier Marquis François D’Arlandes, bestiegen dann am 21.November 1783 nochmals den Ballon und fuhren durch die heiße Luft, die Sie durch die Verbrennung von Stroh und Schafwolle erzeugten, in 25 Minuten in über 1000 Meter Höhe 12 Kilometer von Paris bis Butte-aux-Cailles.

Urlaubsreisen und Ballonfahren

Mit dem Ballon hoch hinaus

Es gibt viele Möglichkeiten, dem Alltag für einige Zeit zu entkommen und einmal etwas ganz anderes zu erleben. Beispielsweise bieten günstige Urlaubsreisen eine tolle Gelegenheit, andere Orte und Kulturen kennenzulernen und den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Dabei gibt es aber auch Möglichkeiten, etwas Einzigartiges zu erleben: beispielsweise eine Fahrt mit einem Heißluftballon.

bestes Wetter beim BallonfahrenTolle Ausblicke bei der Ballonfahrt

Die Fahrt mit einem Heißluftballon dauert in der Regel 60-90 Minuten. Vor dem Start werden alle Mitfahrenden eingewiesen und der Ballon vorbereitet – oftmals in Zusammenarbeit mit den Passagieren. Dazu wird die Ballonhülle zunächst mit kalter Luft gefüllt, die vom Pilot mithilfe des Brenners erwärmt wird. Nach und nach richtet sich die Ballonhülle auf und offenbart ihre imposante Größe. Ist die Hülle aufgerichtet, kann die Fahrt beginnen.  Der Ballon wird während der ganzen Zeit von einem Verfolgerfahrzeug begleitet. Darüber hinaus besteht ständiger Kontakt zum Fahrzeug und zum Bodenteam. Neigt sich die Ballonfahrt dem Ende, sucht der Pilot eine geeignete Stelle zum Landen. Damit der Ballon zur Erde sinken kann, wird der Parachute geöffnet. Dadurch kann die warme Luft aus dem Ballon entweichen und der Ballon sich Stück für Stück wieder dem Erdboden nähern. Fahrt und Landung sind dabei vom Wetter und von den Windverhältnissen abhängig. Aus diesem Grund ist es oftmals schwer, eine genaue Landeposition zu bestimmen. Nach dem Abrüsten geht es gemeinsam mit dem Verfolgerfahrzeug zurück zum eigentlichen Startplatz.

Die Ballonfahrt als einzigartiges Erlebnis

Da der Passagier sich frei in einem Weidenkorb befindet, ist die Intensität der Empfindungen natürlich besonders hoch. In Verbindung mit einer Ballonfahrt fallen oft Schlagwörter wie Stille, Freiheit und Natur. Genau diese Empfindungen in Verbindung mit einem grandiosen Ausblick und dem Gefühl, ein echtes Abenteuer zu erleben, sind es wohl, die eine Heißluftballonfahrt zu einem einzigartigen Erlebnis machen.