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Ballonverfolger

Die Ballonverfolger

Geschichte der Ballonverfolger

Keine Ballonfahrt ohne Ballonverfolger. Nach der ersten Heißluft- und Gasballonfahrt in der Geschichte der Luft- und Raumfahrt im Jahre 1783 wurden ausschließlich Ballonfahrten mit Gasballonen durchgeführt. Bei den mit Wasserstoff gefüllten Gasballonen waren zu dieser Zeit sichere, längere und weitere Ballonfahrten möglich.

Verfolgerfahrzeug Leiterwagen

Cartoon von Steffen Kuche

Die ersten Informationen über Rücktransporte der Ballone nach den Ballonfahrten beinhalten, dass für den Transport vom Landeort Pferdefuhrwerke eingesetzt wurden. Pferdefuhrwerke auch bis zur nächstgelegenen Bahnstation, d.h. die Ballonführer waren mitunter tagelang unterwegs.

In Deutschland wurden in den Jahren von 1902 – 1939 ca. 100 Gasballone bei mehr als 1000 Fahrten pro Jahr eingesetzt.

Seit ca. 1969 starteten Heißluftballonfahrten in Deutschland, die in der Anzahl schnell zunahmen.

 

Aufrüsten und starten, der Beginn eines Abenteuers

Verfolgerfahrzeug mit Anhänger beim BallonstartDer Ballonführer ist ohne eine „Bodenmannschaft“ hilflos. Die Mannschaft die beim Aufrüsten des Ballons tatkräftig „anpacken“ muss, damit er sicher starten und seine Luftreise beginnen kann.

Nach erfolgtem Start des Ballons fährt die Bodenmannschaft hinter dem Luftfahrtgerät her, hält Funkverbindung zum Ballonführer aufrecht und ist erleichtert, wenn zusätzlich ein Blickkontakt zum Ballon am Himmel besteht.

 

Die Ballonverfolgung

Die „Bodenmannschaft“ (liebevoll auch „Erdferkel“ genannt) ist am Startort, bei der Verfolgung und am Landeort unverzichtbar. Das „Bergen“ und „Verpacken“ des Luftfahrtgerätes ist von großer Bedeutung und Verantwortung, damit es den Rücktransport schadlos übersteht und für die nächste Fahrt lufttüchtig zum Einsatz kommt.

Zwischen dem Aufrüsten und dem Abrüsten ist von der Bodenmannschaft der schwierigste Teil zu absolvieren – die Verfolgung des Ballons bis zum Landeort.

Während der Ballonpilot mit seinen Passagieren – oben am Himmel – die Fahrt genießt und ihr Blick in die Weite und nach unten gerichtet ist, suchen die „Verfolger“ den Himmel nach ihrem Ballon ab. Die Verfolger, die mit Fahrzeug un Anhänger dem Ballon auf den „Fersen“ sind, um bei der Landung möglichst dabei zu sein. Für den suchenden Verfolger wird der Ballon manchmal zur „Stecknadel im Heuhaufen“ .

Ballonverfolgerfahrzeug am Heissluftballon

Cartoon von Steffen Kuche

Der Kontakt zwischen dem Verfolger/Fahrzeug und dem Piloten/Ballon besteht über die in der Luft und am Boden mitgeführten leistungsfähigen Flugfunkgeräten, auf einer speziell für die Ballonfahrt zugelassenen Funkfrequenz (122,25 MHz).

Das verfolgen von Heissluftballonen dauert durchschnittlich zwei bis vier Stunden, während bei Gasballonen die Dauer bei meist mehr als sechs Stunden liegt. Sie führt meist über viele Kilometer, je nach Wind- und Fahrtgeschwindigkeit. Besonders schwierig wird die Situation in Bergen, schwierigen Hindernissen und nach Sonnenuntergang in der Nacht.

Während der Ballonkorb Platz für „Gespräche mit der Seele“ sein kann, so sind Gespräche im Verfolgerfahrzeug, bei stundenlangen Fahrten, auch Gelegenheit zum Zuhören, Kennenlernen oder auch um Probleme zu lösen.

Verfolgerfahrten fordern oft von der Bodencrew und dem Fahrzeug eine maximale Belastung ab.

Wenn die Entfernung oder das Gelände zwischen Verfolgerfahrzeug und Ballon eine Funkverbindung nicht mehr möglich macht, wird in der heutigen Zeit sehr gerne vom Handy Gebrauch gemacht.

Für das Verfolgerteam ist es immer ein Erfolgserlebnis, den gelandeten Ballon erreicht zu haben. Für den Piloten und die Korbbesatzung ist es eine Freude, gefunden zu werden und Hilfe beim Zusammenlegen und Verpacken des Ballons zu haben.

Ballonverfolger gesucht.

Helfer und Mitarbeiter werden immer wieder gesucht. Bei Interesse einfach kurz melden. Wobei ein Führerschein zur Berechtigung mit Anhänger Voraussetzung ist.

Werbung mit dem Ballon

Ballon-Werbung, Werbung mit hohem Image und großer Resonanz.

Es gibt fast keine Produkte und nahezu keine Dienstleistung, die vollkommen ohne Werbung auskommen. Jedoch ist es sehr relevant, dass man die Kosten für Werbung im Auge behält und sich überlegt, mit welcher Investition das Maximum an Effekt rauszuholen ist.

Heissluftballone werben

Ballone werben

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  • Plakatwerbung 100 Plätze, 1 Monat, ca. 60.000,-€
  • Bus- / Straßenbahnwerbung pro Jahr, ca. 15.000,-€
  • Hinzu kommen noch Kosten für Gestaltung und Produktion.

Heißluftballon – Luftwerbung, außergewöhnliche Imagewerbung.

Werbung auf dem Heissluftballon

Werbung auf dem Heissluftballon

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Heissluftballon Lascana Entwurf

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Heissluftballon Lascana

Heissluftballon Lascana

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Geschichte der Ballonfahrt

Die Geschichte der Ballonfahrt

 

Gebrüder Montgolfier Erfinder des Heissluftballons

Gebrüder Montgolfier

Die Geschicht der Ballonfahrt beginnt im Jahre 1783. Seit undenklichen Zeiten beschäftigen sich Mythos, Legenden und die Phantasie – aber auch ernsthafter Forscherdrang mit dem Wunsch des Menschen, sich in die Lüfte erheben zu können. Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Daidalos und Ikarus (16.Jahrhundert), als sie versuchten mit Flügeln – aus mit Fäden und Wachs verbundenen Vogelfedern – aus der Gefangenschaft auf Kreta zu entfliehen.

Wirklichkeit wurde dieser Traum erst viel später. Die wissenschaftlichen Grundlagen der Ballonfahrt – das Gesetz des Auftriebs – lieferten die Forschungen von Archimedes (285-212 v.Ch.).

Der Beginn in den Jahren 1782-1783

Doch eigentlich begann alles erst so richtig im Jahre 1782/83 mit den Gebrüdern Michel- Joseph und Étienne-Jaques Montgolfièr, Papierfabrikanten aus Annonay im Süden Frankreichs. Die beiden Brüder waren schon lange, angeregt durch im Kamin aufsteigende Seiden- und Papierreste, von dem Gedanken besessen, der Erde zu entschweben und zu fliegen.

Aber es ist eher einem Zufall zu verdanken, dass das Heißluftprinzip entdeckt worden ist. Denn im Jahre 1782, Michel-Joseph Montgolfièr weilte gerade in der Gaststube einer Herberge, beobachtete dieser wie sich der Taftrock der Wirtin gewaltig aufbauschte, als diese dem Kochfeuer zu nahe trat. Er glaubt, nun endlich die Lösung des Problems gefunden zu haben.

Nach mehreren Experimenten (man nahm damals noch an, der Rauch sei für die Entwicklung

Start des ersten Heissluftballons im Jahre 1783

Der erste Ballonstart 1783

der Tragkraft verantwortlich) bauten die Gebrüder Montgolfièr am 05.Juni 1783 auf dem Marktplatz Ihrer Heimatstadt Annonay vor vielen Schaulustigen Ihren aus papierumhüllten Leinensegmenten gefertigten Ballon (die „Aerostatische Maschine“ hatte ein Hüllenvolumen von 500 Kubikmetern und einen Durchmesser von 30 Metern) zwischen zwei hohen Holzmasten auf.

Die anwesende Menschenmenge erlebte an diesem Tag gegen 12.00 Uhr mittags die erste Ballonfahrt (ohne Menschen an Bord). Der Ballon stieg auf 1800m hoch in die Lüfte. Dieses geglückte Experiment sprach sich schnell herum und so wurden die Brüder Montgolfièr an die Königliche Akademie der Wissenschaften in Paris gerufen. Hier wurde eine Kommission gebildet, welche die Experimente fortführen und weiterentwickeln sollte.

Die Entdeckung des Volimen-Temperatur-Gesetzes

Unabhängig von dieser Kommission erhielt der Physikprofessor Jacques Alexandre César Charles ebenfalls den Auftrag, die neue Erfindung zu prüfen und einen eigenen Ballon zu konstruieren. Professor Charles entdeckte dabei das Volumen-Temperatur-Gesetz der Gase. Und am 27.August 1783 gelang es Ihm und seinen Mitarbeitern, den Gebrüdern Robert, die mit Wasserstoff gefüllte Kugel „Globe“ auf eine beachtliche Höhe von über 1000 Metern steigen zu lassen.

Die Phantasie der Menschen eilte dem Streben nach Fortschritt weit voraus und man sah sich bereits im Ballon weite Reiseziele erreichen, die Ferne schien jetzt nah. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das nächste Ziel eine „bemannte Ballonfahrt“ sein musste. Da man zunächst jedoch noch große Angst vor der Höhe hatte, sich nicht sicher war, ob eine Mensch „da oben“ überhaupt atmen konnte oder den atmosphärischen Druck aushielt, beschloss man einen Versuch mit Tieren zu wagen.

Und damit bildeten ein Hahn, eine Ente und ein Hammel das erste Ballonteam auf der Welt. Am 19.September 1783 starteten unter stürmischen Beifall und Jubelrufen Tausender im Schlossgarten von Versailles als besondere Attraktion zu Ehren des Königs, die erste „bemannte / tierische Ballonfahrt“. Die Fahrt ging über 8 Minuten und 2 km.

Die ersten Ballonfahrer

Nun beschloss man, Strafgefangene die zum Tode verurteilt waren, in die Luft zu schicken. Doch soweit kam es nicht, denn der Physiker Pilâtre de Rozier legte dem König nahe, dass sich keine normalen Menschen über die Adligkeit erheben dürfen. Somit kam es, dass dieser schlaue Mann, Pilâtre de Rozier, am 15.Oktober 1783 als der erste luftfahrende Mensch in einem „Montgolfière“ (die Bezeichnung Ballon kam erst später) in die Geschichte einging.

Der erste Heissluftballon

Montgolfiere

Seitdem war es auch nur dem Adel vorbehalten, Ballon zu fahren. Heute werden daher alle Erstgefahrenen in den Stand des Adels erhoben („Ballonfahrertaufe“). Aus dieser Zeit stammen auch noch die Begriffe der Luftfahrt. So erklärt sich auch das „Fahren“ der Ballone ganz einfach. Die Gebrüder Montgolfièr reisten ebenso wie die Segelschiffe mit dem Wind. Die Heißluftballone „befuhren“ das Luftmeer.

Auch die der Seefahrt abgeleiteten Begriffe wie Luftfahrt, Flughafen, Steward, Flugkapitän und einige mehr stammen aus dieser Zeit.

Der französische Physiker Jean-François Pilâtre de Rozier, zusammen mit dem Gardeoffizier Marquis François D’Arlandes, bestiegen dann am 21.November 1783 nochmals den Ballon und fuhren durch die heiße Luft, die Sie durch die Verbrennung von Stroh und Schafwolle erzeugten, in 25 Minuten in über 1000 Meter Höhe 12 Kilometer von Paris bis Butte-aux-Cailles.

Voraussetzungen zum Ballonfahren

Voraussetzung zum Ballonfahren

Dieser Beitrag beschreibt, welche Voraussetzungen zum Ballonfahren du als Fahrgast in einem Heißluftballon beachten musst. Dadurch kannst du Fehler schon vor Fahrtbeginn vermeiden und du wirst eine sichere und unvergessliche Ballonfahrt erleben.

 

Allgemeine Voraussetzungen zum Ballonfahren

Egal ob jung oder alt, Ballonfahren ist für jeden etwas und statistisch gesehen sogar die sicherste Art der Fortbewegung. Im Korb wird es keinem Fahrgast schwindlig oder schlecht. Höhenangst tritt nicht auf. (siehe Ballonfahren ohne Höhenangst) Ballonfahren gleicht einer sportlichen Betätigung und setzt eine gute Konstitution und körperliche Fitness der Passagiere voraus. Deinem Einverständnis vorausgesetzt wird Dich der Ballonführer beim Auf- und Abbau des Ballons aktiv beteiligen.

 

Unbedingt beachten:

  • Kinder

Kinder die kleiner als 1,30 m sind, können nicht über den Korbrand gucken und müssen daher die Zeit noch abwarten, bis sie freie Sicht aus dem Korb haben.

  • Krankheit

Herz-, Kreislauf-, Lungen- und Gelenkkranke, frisch Operierte sowie Schwangere sollten vor der Fahrt Ihren Arzt fragen.

 

  • Übergewicht

Der Ballonführer führt vor dem Start eine Tragkraftberechnung für seinen Ballon durch und die Tragkraft ist begrenzt. Aus diesem Grunde sollten Personen mit einem Gewicht über 100kg, Rücksprache nehmen und abklären ob die Mitnahme möglich ist.

 

  • Rauchen 

Es wird mit Propangas geheizt, deshalb ist Rauchverbot im Korb und im Umkreis von 10m von Korb, Hänger und Hülle.

  • Kleidung

Kleidung wie auf einer Wanderung zur gleichen Jahreszeit. Oberbekleidung aus Baumwolle hat sich bewährt. Es ist im Korb auch in großer Höhe nicht Kälter als auf der Erde. Lange Hosen; bei der Landung kann es auch schon mal Brennnessel oder anderes stechendes Gestrüpp geben. Festes Schuhwerk (Wanderschuhe), das auch die Knöchel schützt. Schuhe mit hohen Absätzen sind nicht geeignet.

  • Kopfbedeckung

Eine geeignete Kopfbedeckung ist von Vorteil. Unterhalb des Brenners wird es schon mal richtig heiß und wenn das natürliche Kopfhaar schon Abschied genommen hat, kann es ungemütlich werden.

  • Alkohol

Vor und während der Fahrt kein Alkohol.

  • Foto-und Filmkamera

Foto-, Film- und Videogeräte dürfen mitgenommen werden. Bei Mitnahme ist der Fahrgast jedoch selbst für die stoßsichere Verwahrung während der Fahrt und insbesondere bei der Landung verantwortlich.

  • Scharfe Gegenstände

Glas, spitze und scharfe Gegenstände dürfen nicht mit an Bord genommen werden.

 

 

Thermik: Gut für den Segelflieger – schlecht für Ballonfahrer!

Solltest Du Dich wundern, warum Deine Ballonfahrt so früh (im Sommer u. U. schon um 04:30 Uhr) oder so spät am Tage geplant ist, liegt das nicht an uns, sondern wird vielmehr von der Natur bestimmt. In den Monaten März bis Oktober kann gefahrlos nur von Sonnenaufgang bis ca. 2 Stunden danach und von ca. 2 Stunden vor Sonnenuntergang bis zum Sonnenuntergang Ballon gefahren werden, denn die tagsüber herrschende Thermik stellt eine Gefahr für die Hülle eines Heissluftballones dar.

Thermikaufwinde werden allerdings von Segelfliegern gesucht um weiter und höher fliegen zu können.

In den Monaten November bis Februar ist die Kraft der Sonne so geschwächt, dass Thermik so gut wie nicht auftritt. Aus diesem Grunde kann in dieser Zeit ganztägig gefahren werden. So wird diese Zeit auch genutzt um bei einer entsprechenden Windrichtung eine Alpenüberquerung zu unternehmen.

 

Wetter und Sicherheit

Wetterbedingung zum BallonfahrenBallonfahrten werden nur bei sicherer und stabiler Wetterlage durchgeführt. Deine Sicherheit und Gesundheit genießen oberste Priorität!!! Die sichere Durchführung einer Ballonfahrt setzt nicht nur am Start eine stabile Wetterlage voraus, sondern verlangt diese Stabilität vielmehr für die gesamte Veranstaltungsdauer. Um keine negativen, die Sicherheit beeinflussenden Überraschungen zu erleben, erfolgt der Start nicht bei, oder bei Vorhersehbarkeit, folgender Ereignisse:

  • Regen und durch Regen aufgeweichte Bodenverhältnisse
  • Dunkelheit, Nebel, Dunst, schlechte Sicht Gewitter und Gewitterwarnungen, selbst wenn diese nicht eintreffen (hinterher ist man immer schlauer!)
  • Bodenwindgeschwindigkeiten über 8 Knoten (ca. 15 km/h) sowie bei Windstille
  • Außentemperaturen über 30° C

 

 

Ablauf Deiner Ballonfahrt

Das Aufrüsten, der Aufbau des Ballons

Der komplette Ballon wird meist in einem Anhänger hinter einem Geländewagen oder Kleinbus transportiert. Nach der Ankunft am Startplatz und dem Ausladen werden der Korb, die Ballonhülle und der Brenner miteinander verbunden.

Im Ballonkorb ist Platz für die Gasflaschen und das nötige Equipment für den Piloten: Funkgerät, Landkarten, GPS-Navigationsgerät, Höhenmesser und vorgeschriebene Ausstattung wie Feuerlöscher und Verbandkasten. Nachdem der Brenner auf dem Korb befestigt wurde und die Brennerfunktionsprobe bestätigt, dass das System funktionsfähig ist, wird der Ballonkorb auf die Seite gelegt und die Ballonhülle daran befestigt. Mehrere Stahlseile, die mit Karabinern am Brennerrahmen eingehängt werden, tragen später den Ballonkorb.

Nun ist es wichtig, dass die Ballonhülle in Richtung des Windes ausgelegt wird, und somit ein ruhiges Aufblasen durchgeführt werden kann. Mittels eines Aufrüstgebläses wird die Kaltluft in die noch am Boden liegende Hülle geblasen. Am oberen Ende des Ballons wird der Parachute geschlossen. Dieser dient zum Ablassen der heißen Luft insbesondere zur Landung und wird durch Seilzüge aus dem Ballonkorb heraus bedient.

Nach gut einer Viertelstunde ist die Hülle soweit gefüllt, dass mit dem Brenner die Luft erhitzt werden kann. Dabei muss der Pilot aufpassen, die schmale Öffnung des Ballons nicht zu verbrennen. Langsam hebt sich die Ballonhülle und der Ballonkorb stellt sich automatisch auf. Jetzt ist der Moment gekommen, wo es für die Passagiere gilt zügig einzusteigen, denn der Start zum Abenteuer beginnt jetzt.

 

Die Ballonfahrt

Die Fahrt  beginnt und der Ballon hebt ab. Durch Intervallmäßiges Heizen mit dem Brenner kontrolliert der Pilot Steigen und Sinken des Ballons. Die Richtung bestimmt alleine der Wind.

Allerdings ist auch zu viel Wind der Feind des Piloten. Aus diesem Grunde hat er sich ausreichend bei den zuständigen Flugwetterberatungen einen genauen Wetterbericht eingeholt. Trotzdem gilt auch hier die persönliche Situation vor Ort ist letztendlich entscheidend.  Es kann Ihnen deshalb passieren, dass eine Ballonfahrt auch noch kurz vor dem Start abgesagt werden muss.

Durch das Aufsuchen verschiedener Höhen in denen unterschiedliche Windrichtungen vorherrschen können, versucht der Pilot nun auch seine Fahrtrichtung entsprechend zu beeinflussen. Eine Ballonfahrt dauert meist zwischen 60 und 90 Minuten. Während der Fahrt beobachtet der Pilot den Gasvorrat und hält Ausschau nach einem möglichen Landegelände.

 

Die Landung

Vor Erreichen einer geeigneten Landefläche lässt der Pilot den Ballon langsam fallen und setzt den Ballon wieder auf den Boden ab. Um die Sinkgeschwindigkeit gering zu halten, muss auch während des Sinkvorganges genau dosiert geheizt werden. Dies erreicht der Pilot dadurch, dass er kurze Brennerstöße in einem kurzen Intervall ausführt.

Sehr oft hört man dann von ankommenden Passanten: „Der hat ganz schön geheizt, hat es aber wohl nicht mehr geschafft“. Hin und wieder liest man dann in einer Zeitung etwas von einer „Notlandung mit dem Heißluftballon“.

Die Passagiere können nun nach erfolgter Landung und Aufforderung des Piloten wieder aussteigen. Der Verfolger mit dem Verfolgerfahrzeug und Anhänger wird per Funkgerät oder über Handy über den Landeort informiert.

Das gemeinsame Verpacken des kompletten Ballons beginnt und wieder dürfen alle mit anpacken. Zunächst wird die Ballonhülle in den Hüllensack gestopft, dann wird der Ballonkorb abgebaut, und der komplette Ballon wieder im Anhänger verstaut.

 

Die Ballonfahrertaufe

Nach dem Abbau des Ballons wirst Du, wenn Du zum ersten Mal mit dem Ballon den Himmel erobert hast, entsprechend der alten Ballonfahrertradition getauft und in den „Adelsstand der Ballonfahrer“ erhoben. Getauft wird mit Feuer und Sekt. Überwiegend wird allerdings von Ballonen mit Bierwerbung Sekt durch Bier ersetzt. Erstfahrer lassen diese harmlose und spaßige Prozedur mit Humor über sich ergehen.

Eine Taufurkunde mit einem ganz persönlichen Adelstitel wird Ihnen anschließend vom Piloten als Erinnerung an dieses unvergessliche Erlebnis überreicht.

 

Die Rückfahrt

Das freundliche Bodenpersonal, der sogenannte „Verfolger“ begleitet den Ballon mit dem Verfolgerfahrzeug und steht in ständigen Funkkontakt mit dem Piloten. Somit ist auch der sichere Rücktransport der Passagiere zum Startplatz jederzeit gewährleistet.

Im Übrigen bestehen keine Einwände wenn Ihre Angehörigen mit Ihrem eigenen Fahrzeug dem Verfolgerfahrzeug hinterher fahren. Dabei können Sie sehr oft auch eine Landung eines Ballons auf  Foto oder Video festhalten. Fotos  und Videos aus dem Ballonkorb heraus sind problemlos und sehr beliebt. Allerdings ist der Passagier für die sichere Aufbewahrung vor allem bei der Landung selbst verantwortlich.

Ballonfahren ohne Höhenangst

Schwindelfrei und ohne Höhenangst Ballonfahren

Viele Interessierte, die selbst Ballon fahren oder eine Fahrt verschenken wollen, fragen immer wieder nach, ob man schwindelfrei sein muss.
Häufig die Aussage: “Mich kriegt da keiner rein! Ich habe Höhenangst, mit wird schwindlig.”
Um diese Frage zu beantworten, werde ich versuchen die Einflüsse analysieren, die zu diesem Schwindelgefühl führen.
Ganz normale Sterbliche kennen dieses unangenehme Gefühl, wenn sie aus großer Höhe herabblicken. Wenn sie zum Beispiel auf das Dach eines Hochhauses steigen und nach unten schauen und die steil nach unten ragende Fassade sehen.
Das Gehirn kann Höhen schlecht abschätzen. Es bezieht sich daher auf die sichtbaren Verbindungen mit der Erde. Und genau das erzeugt das ängstliche Gefühl.
Bei manchen Menschen ist das so schlimm, dass sie nicht einmal von einer Leiter herunterschauen können.
Eine richtige Höhenangst entwickelt sich oft in Momenten, in denen der Betroffene insgesamt instabil ist. Beispielsweise angespannt, müde und nervös.
Befindet er sich zu solch einem Zeitpunkt auf einem hoch gelegenen Ort, können alle die genannten Umstände zusammen eine Panikattacke auslösen.
Im Nachhinein entsteht durch das Erlebte die Furcht vor der Höhe und man wird solche Situationen von nun an meiden.
Wir Landtiere sind nicht gewohnt zu fliegen. Darum haben wir kein Warnsystem beim Fliegen. Aber den Abgrund, den fürchten wir, gerade weil wir nicht fliegen können.
Höhenangst ist eine Fehlentwicklung eines angeborenen Schreckreflexes, der uns vor Abgründen warnen soll.
Der Mensch entwickelt diesen Schreckreflex schon im Krabbel-Alter. Er entsteht immer dann, wenn wir an einen Rand gelangen. Das ist eine ganz normale Reaktion.
Aber wenn dieser Reflex aus irgendeinem Grund zu stark wird, oder sich fehlentwickelt, dann entsteht aus dem Erschrecken Angst: Höhenangst! Manche Menschen ergreift dann eine regelrechte Panik. Sie fühlen sich magisch in die Tiefe gezogen und müssen sich festhalten.
Höhenangst gehört zu den Angstneurosen, zu den Phobien und sie ist oft begleitet von Schweißausbrüchen, Herzrasen und Zittern.
Bleiben wir gleich bei Gebäuden, um das Phänomen “Schwindel” zu ergründen.

HöhenangstViele von Ihnen haben schon einmal Fotos von Hochhäusern gesehen.
Die Häuser sind so hoch, dass man mit einem Normalobjektiv nur einen Teil des Gebäudes aufnehmen kann
Genauer betrachtet erkennt man dann auf einem Foto, dass die Perspektive des Gebäudes so dargestellt wird, dass der untere Bereich des Gebäudes breiter dargestellt wird als der obere Teil.
Jedoch wissen wir alle, dass dieses Gebäude in der Wirklichkeit oben und unten die gleichen Dimensionen hat. Für den Betrachter der Bilder sieht es so aus, als wenn das Gebäude nach hinten wegkippt.

Ohne Höhenangst BallonfahrenStellt man sich und eine Kamera jetzt oben auf das Gebäude, entsteht ein umgekehrter Effekt.
Das Gebäude wirkt von oben nach unten hin gesehen schmaler und kippt nach innen weg.
Eine Kamera würde diesen Effekt genauso ablichten, denn auch hier besteht das Problem der stürzenden, verschobenen Linien.
Das menschliche Auge sieht in diesem Moment genau so wie ein Kameraobjektiv. Also empfindet ein Mensch diese Verzerrungen ebenso.
Im Gegensatz zur Kamera, die einfach dieses Bild erkennt und ablichtet, ohne sich von den Verzerrungen irritieren zu lassen oder gar versucht, diese Fehldarstellung zu korrigieren, reagiert beim Menschen nun das Auge in Zusammenarbeit mit dem Gehirn.
Stellen wir uns folgende Vorgänge und die daraus resultierende Zwiesprache vor die jetzt in Sekundenbruchteilen ablaufen:
Das Auge zeigt im ersten Moment die oben beschriebenen Verzerrungen auf und erinnert sich dann, dass das Haus in Wirklichkeit nicht verzerrt sondern exakt senkrecht/gerade ist.
Das Auge versucht daher durch Veränderung seiner Brennweite den Originalzustand darzustellen.
Durch die Verschiebung der Brennweite verursacht das Auge eine Verschiebung der Lageposition der Person, die auf diesem Gebäude steht.
Die Perspektive des Gebäudes steht jetzt wieder senkrecht, aber die Person kippt immer mehr nach hinten.
Das Gleichgewichtssystem des Menschen schaltet sich jetzt ein und warnt davor, dass die Person jetzt nach hinten wegkippt, wenn die Optik nicht wieder zurückschaltet. Zumindest soweit, dass keine weitere Irritation durch Schräglage entsteht.
Daraufhin schaltet das Auge in kleineren Schritten fokussierend vor und zurück, um die bestmögliche realistische Darstellung und den geringsten Störeffekt durch Kippen der Person zu erreichen. Die Person empfindet dies so, als wenn sie nach vorn und zurück schwankt.
Weil dieser Vorgang nur Sekundenbruchteile dauert, ist dies umso unangenehmer. Setzt man sich hin oder hält sich fest, wird dieser Vorgang sofort unterbrochen.
Kommen wir zum Ballonfahren.
Die Brüstungshöhe des Ballonkorbs, in dem der Passagier während der Fahrt steht, liegt im Durchschnitt bei ca. 1.20m.

Ballonfahrt ohne HöhenangstSchaut man an dieser Kante entlang nach unten, merkt man, dass keine verbundene Linie zum Boden weiter läuft. Die geringe Korbhöhe ist im Vergleich zu einem Haus, niemals so lang, dass sie als kippend empfunden werden kann.
Der vorher beschriebene Effekt, der auf einem Hochhaus, einem Turm oder einer hohen Leiter entsteht, hat im Ballonkorb keine Chance auf Entwicklung. Somit besteht kein Grund, eine Ballonfahrt auszulassen.
Sie können also beruhigend in einen Ballonkorb einsteigen und es wird keine Höhenangst oder Schwindelgefühl entstehen. Die Bestätigung erhalte ich regelmäßig nach jeder Ballonfahrt von Personen die das erste Mal mitgefahren sind.

Fliegt oder fährt der Ballon

Fliegt oder fährt der Ballon

Eine der häufigsten Fragen, die oft mit der Gegenfrage beantwortet wird:  Hast Du schon einmal einen Ballon mit Flügel gesehen?

In dieser Gegenfrage liegt nun schon eine Menge Wahrheit. Denn selbst wenn ein Ballon Flügel hätte, könnte er nicht fliegen.

Der Ballon hält sich im Gegensatz zu Flugzeugen, Hubschraubern, Drachen  oder Gleitschirmen  nach den Gesetzen der Aerostatik in der Luft.

Sicher ist dir bekannt, dass viele Dinge im Wasser nicht untergehen, bzw. nach einiger Zeit wieder auftauchen. Grund dafür ist der Auftrieb.

Aber nicht nur im Wasser gibt es einen Auftrieb, sondern auch in diesem Fall in der Luft. Beim Ballonfahren gibt es nun 2 Möglichkeiten Auftrieb zu erzeugen, bzw. zu nutzen

  1. Auftrieb durch heiße Luft, wie beim Heissluftballon.
  2. Auftrieb durch ein Gas leichter als Luft(Wasserstoff oder Helium), wie beim Gasballon.

Zusätzlich gibt es noch eine Kombination aus beiden. Diesen Ballon nennt man Roziere. Rozièren werden für extrem lange Fahrten z.B. Erdumrundung genutzt.

Nun, egal ob Heißluft- oder Gasballon, bzw. die Kombination von beiden (die Rozière), grundlegendes Prinzip ist „leichter als Luft“.

In der Hülle des Heißluftballons hat die erwärmte Luft eine geringere Dichte als die Umgebungsluft. In der Hülle des Gasballons befindet sich ebenfalls ein Gas geringerer Dichte (Wasserstoff, Helium).

Wird von der verdrängten Luftmasse nun das Gewicht des Füllgases (Heißluft bzw. Gas) abgezogen, bleibt die Tragkraft übrig.Oder, um es mit Archimedes auszudrücken:

„Gase, die leichter als Luft sind, haben gegenüber der sie umgebenden Luft einen Auftrieb, der gleich dem Gewicht der verdrängten Luftmasse ist.“

Da nun ein Flugzeug aufgrund der Auftriebserzeugung durch die Umströmung des Tragflächenprofils sich in der Luft leicht in alle Richtungen steuern lässt, kann man beim Ballon nur steigen und sinken, steuern, die Fahrtrichtung aber entscheidet allein der Wind.

Wird von der verdrängten Luftmasse nun das Gewicht des Füllgases (Heißluft bzw. Gas) abgezogen, bleibt die Tragkraft übrig…

Wenn diese ausreichend groß ist, fährt der Ballon.

Urlaubsreisen und Ballonfahren

Mit dem Ballon hoch hinaus

Es gibt viele Möglichkeiten, dem Alltag für einige Zeit zu entkommen und einmal etwas ganz anderes zu erleben. Beispielsweise bieten günstige Urlaubsreisen eine tolle Gelegenheit, andere Orte und Kulturen kennenzulernen und den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Dabei gibt es aber auch Möglichkeiten, etwas Einzigartiges zu erleben: beispielsweise eine Fahrt mit einem Heißluftballon.

bestes Wetter beim BallonfahrenTolle Ausblicke bei der Ballonfahrt

Die Fahrt mit einem Heißluftballon dauert in der Regel 60-90 Minuten. Vor dem Start werden alle Mitfahrenden eingewiesen und der Ballon vorbereitet – oftmals in Zusammenarbeit mit den Passagieren. Dazu wird die Ballonhülle zunächst mit kalter Luft gefüllt, die vom Pilot mithilfe des Brenners erwärmt wird. Nach und nach richtet sich die Ballonhülle auf und offenbart ihre imposante Größe. Ist die Hülle aufgerichtet, kann die Fahrt beginnen.  Der Ballon wird während der ganzen Zeit von einem Verfolgerfahrzeug begleitet. Darüber hinaus besteht ständiger Kontakt zum Fahrzeug und zum Bodenteam. Neigt sich die Ballonfahrt dem Ende, sucht der Pilot eine geeignete Stelle zum Landen. Damit der Ballon zur Erde sinken kann, wird der Parachute geöffnet. Dadurch kann die warme Luft aus dem Ballon entweichen und der Ballon sich Stück für Stück wieder dem Erdboden nähern. Fahrt und Landung sind dabei vom Wetter und von den Windverhältnissen abhängig. Aus diesem Grund ist es oftmals schwer, eine genaue Landeposition zu bestimmen. Nach dem Abrüsten geht es gemeinsam mit dem Verfolgerfahrzeug zurück zum eigentlichen Startplatz.

Die Ballonfahrt als einzigartiges Erlebnis

Da der Passagier sich frei in einem Weidenkorb befindet, ist die Intensität der Empfindungen natürlich besonders hoch. In Verbindung mit einer Ballonfahrt fallen oft Schlagwörter wie Stille, Freiheit und Natur. Genau diese Empfindungen in Verbindung mit einem grandiosen Ausblick und dem Gefühl, ein echtes Abenteuer zu erleben, sind es wohl, die eine Heißluftballonfahrt zu einem einzigartigen Erlebnis machen.